Tambourmajor Ralf van Holt ist Schützenkönig in Wissel

König Ralf van Holt mit Familie

90jähriges Bestehen des Tambourcorps

Am vergangenen Wochenende fand in Wissel das traditionelle Königschießen der St. Johannes Schützenbruderschaft statt.  Präses Alois van Doornick eröffnete bei herrlichem Wetter das Schießen. Schon bald fielen auch die Preise: Der Kopf ging an Henning Ludwig, der rechte Flügel an Mario Weiß und der linke Flügel an Barbara Heißing. Die Schülerschützen schossen parallel ihre Preise auf einem kleineren Vogel. Hier gingen der Kopf an Mika Engels, der rechte Flügel an Mattis Brücker und der linke Flügel an Jan Peters. Schülerprinz wurde Clemens Peerenboom und Jugendprinz Tom-Niklas Hribersek. Jetzt wurde es ernst, denn der Brudermeister Rainer Klever verkündete: „Königsbewerber vortreten!“ In den vergangenen Jahren trat hier des Öfteren eine längere Pause ein, bis sich Bewerber gefunden hatten. Ganz anders in diesem Jahr. Der Schützenbruder Johannes Winters trat sofort vor und begann eifrig mit dem Schießen, so dass sich die drei weiteren Mitbewerber Ralf van Holt sowie Martin Rambach und seine Frau Melanie beeilen mussten, wollten sie auch noch eine Chance erhalten. Die vier sicheren Schützen sorgten dafür, dass der Vogel sich nach nur 51 Schüssen geschlagen geben musste. Ralf van Holt gelang der goldene Schuss, der damit der nächste Schützenkönig der Bruderschaft sein wird. Zu seiner Königin ernannte er natürlich seine Frau Jenny. Die drei Töchter Muriel, Jette und Ylvie freuten sich so sehr, dass sie lauthals „Unser Papa ist Schützenkönig!“ in’s Mikrofon riefen.  Ralf van Holt ist aber nicht nur der designierte Schützenkönig, sondern auch der Tambourmajor des Tambourcorps der Bruderschaft, das – wie schön passt doch alles zusammen – in diesem Jahr sein 90jähriges Bestehen feiert. Dieses wird im Rahmen des Schützenfestes begangen, das am nächsten Wochenende im Dünendorf stattfindet. Es beginnt am Samstag um 17.00 Uhr mit einem kurzen Umzug zum Festzelt, wo die geladenen Gäste empfangen werden, die natürlich mit musikalischen Darbietungen die Gäste erfreuen werden. Gegen 19.00 Uhr wird die Kirmes durch die Bürgermeisterin der Stadt Kalkar eröffnet und ab 20.00 Uhr werden wie in den letzten beiden Jahren die DJs Uwe Sommerfeldt und Dietmar Klüsener – bekannt von „Heldenzeit“ – das Zelt rocken.

Nach einer kurzen Nacht findet um 10.00 Uhr der Gottesdienst in der St.-Clemens-Kirche statt. Während der Messe werden die Insignien dem neuen König übergeben. Das Besondere in diesem Jahr: Der Gottesdienst wird vollständig auf „Platt“ abgehalten, alle Texte und alle Lieder wurden extra dafür umgetextet.  Nach der Messe wird zum Ehrenmal gezogen, wo der Gefallenen beider Weltkriege gedacht wird. Anschließend geht es in’s Festzelt, wo ein Frühschoppen gefeiert wird, das Jugendorchester Wissel wird die Gäste mit einem Platzkonzert unterhalten. Nach dem überwältigenden Erfolg im letzten Jahr wird natürlich auch in diesem Jahr wieder ab 14.00 Uhr der Familiennachmittag stattfinden. Familien mit ihren Kindern können zum Gemeindezentrum kommen, dort sind viele Attraktionen (z.B. Torwandschießen, Ponyreiten, Schminken, Riesen-LKW-Rutsche, etc.) aufgebaut. Der krönende Abschluss des Nachmittags wird der Clown „Francesco“ sein, der Jung und Alt mit seiner Show zum Lachen bringen wird.

Der Montag steht dann ganz im Zeichen der Schützen und beginnt um 6.00 Uhr mit dem Wecken des Königs durch das Tambourcorps. Um 10.00 Uhr kommen die restlichen Schützen dazu, und es wird zum Festzelt gezogen, wo gegen 11.00 Uhr Preisverleihungen und Ehrungen im Rahmen eines Frühschoppens vorgenommen werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es um 18.30 Uhr mit dem großen Festumzug durch das Dorf weiter. Der Umzug endet im Festzelt, wo um 19.00 Uhr der große Schützenball beginnt, in dem gegen 20.30 Uhr der König proklamiert wird. Den Thron und die Festgäste wird die Band „Sunset“ in die richtige Stimmung versetzen, bis dann in den frühen Morgenstunden das Wisseler Schützenfest für dieses Jahr Geschichte ist.

Für den „alten“ Thron um Jana und Daniel Weiß heißt es bald Abschied nehmen.

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Jürgen Dahlmann

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