Nun also doch! Verkauf des Gesamtpaketes „Wisseler See“

Lange hat man nichts mitbekommen, ob und wie es mit dem Verkauf des Campinggeländes „Wisseler See“ weitergeht.

Wie nun zu erfahren war, soll in der kommenden Sitzung des Kalkarer Rates am Mittwoch 6. Oktober ab 18.00 Uhr, endgültig über den Verkauf des Gesamtpaketes „Wisseler See“ an den Investor, Herrn Dietmar Harsveldt aus Mülheim an der Ruhr abgestimmt werden. Unter dem Tagesordnungspunkt – Grundstücksangelegenheiten.

Sehr zur Verwunderung der in 2018 von Wisseler Bürgern gegründeten Interessensgemeinschaft „Wisseler See“. Seinerzeit war ihnen von der Bürgermeisterin, Frau Britta Schulz zugesagt worden, über den jeweiligen Stand der Verkaufsverhandlungen mit dem Investor in regelmäßigen Abständen informiert zu werden. Leider war dies nicht der Fall. Aus der Presse konnten hin und wieder widersprüchliche Informationen entnommen werden. Da über einen sehr langen Zeitraum überhaupt keine Nachrichten bezüglich des Verkaufs zu hören waren, konnte man den Eindruck gewinnen, die Verhandlungen wurden abgebrochen.  

Die Mitglieder des Rates hatten die Möglichkeit, die Ideen zur Entwicklung des Campingplatzes, des angrenzenden Sees und verschiedener Grundstücke rund um den See von dem Investor vorgestellt zu bekommen. Wie man hört, sollen die ehrgeizig und weitreichend sein. Sind sie aber auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger von Kalkar und speziell im Sinne der angrenzenden Anwohner?

Diese haben ja mit der Zusage, dass die Gebiete „Pappelwäldchen“ und „Heienberg“ nun zu einem Dauerwohngebiet werden soll, erstmal eine lange dauernde Hängepartie und damit verbundene Unsicherheit überwunden. Nun gibt es ev. neue Unsicherheiten bezüglich der Nutzung des unmittelbar angrenzenden Camping/-Seegeländes. Warum war es nicht möglich, die Bevölkerung bei einer Bürgerversammlung mit dem Investor und seinen Vorstellungen bekannt zu machen? Wo bleibt die Transparenz, die den Bürgern versprochen ist.

Da die Abstimmung im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung erfolgen wird, bleibt nur abzuwarten, ob die Ratsmitglieder die richtige Entscheidung treffen, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, denen mit dem Verkauf ein großes Stück, Lebensqualität, Freizeitmöglichkeit und Dorfidentität eventuell genommen wird.

Ulla van Haaren

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